Diese Konferenz wird beworben als „The capital of private capital“ und „Private capital’s most senior gathering“ und findet jährlich (!) in Berlin statt. Dort trifft sich die Welt der Hedge Fonds und Finanzen auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten. Die Worte „unmatched seniority and investment power“ verstehen wir als klare Drohung eines weiteren Ausverkaufs unserer Städte. Und damit sind nicht nur Häuser und Wohnungen gemeint.
Die Aktionstage vom 06. – 12.06. 2026 richten sich gegen die weltweit größte Investorenkonferenz mit Panels, Aktionen und Demo.
Mehr Infos dazu auf der Webseite No SuperReturn.
Wir rufen zur Lärm-Demo gegen das Finanzinvestorentreffen SuperReturn am Donnerstag 11.06. um 16 Uhr auf.
Startpunkt: Hotel InterContinental, Budapester Str.2, 10787 Berlin
Mehr Infos zur Demo findet ihr auf der Webseite SuperReturn-Demo.
PM 04.06.2026: Proteste gegen Investorenkonferenz SuperReturn vom 8.06. – 12.06.26
Mit der SuperReturn International findet in Berlin vom 8.06.26 bis zum 12.06.2026 eine der weltweit größten Konferenzen für Private Equity, institutionelle Investor:innen und Finanzfonds statt. Wohnen ist dabei längst zu einem zentralen Anlagefeld geworden. Dabei sind die Vorgaben der Inverstor:innen: Minimale Sanierung bei maximaler Mietsteigerung.
Das Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn protestiert gemeinsam mit unterschiedlichen Akteueren gegen die diese Entwicklung. Dabei unterstützt es sowohl die Aktionswoche NoSuperReturn, für die am Montag, den 08.06. um 11 Uhr eine Presseaktion geplant ist als auch die Demonstration eines noch breiteren Bündnisses am Donnerstag, den 11.06..
„Während Millionen Menschen unter steigenden Mieten, Verdrängung und Wohnungsnot leiden, verhandeln auf der SuperReturn Finanzdienstleister darüber, wie mit Wohnraum, Boden und städtischer Infrastruktur eine Super-Rendite erzielt wird.“
„Die Wohnungskrise ist kein Naturereignis. Sie ist das Ergebnis der fortwährende Deregulierung und Finanzialisierung von Wohnungsmärkten und der systematischen Unterordnung des Grundbedürfnisses Wohnen unter Profitinteressen. Wohnungen werden nicht mehr primär als Orte zum Leben betrachtet, sondern als kurzfristige Renditegelegenheit für Risikokapital“ sagt Kim Meyer, Sprecher:in des Mietenwahnsinn Bündnisses.
Die Private Equity Gesellschaften, die Franz Müntefering einst als Heuschrechen bezeichnete, präsentieren sich gerne als Teil der Lösung und verweisen auf Investitionen und Neubauprojekte. Tatsächlich bauen aber hauptsächlich Landeseigene und Genossenschaften Wohnraum. Wenn privatwirtschaftlich neu gebaut wird, dann zu im Schnitt 20€/ m², was auch den Mietspiegel langfristig in die Höhe treibt.
Wir fordern daher einen grundlegenden Kurswechsel in der Wohnungspolitik:
- einen bundesweiten Mietendeckel
- die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne nach Artikel 15 GG
- den Ausbau kommunaler und gemeinwohlorientierter Wohnungsbestände
- einen konsequenten Schutz vor Zwangsräumungen und Verdrängung
- die Rücknahme der Privatisierungspolitik vergangener Jahrzehnte
- Wohnen als soziale Infrastruktur statt als Anlageprodukt
Presseaktion Montag, 08.06. um 11 Uhr (vor dem Hotel InterContinental, Budapester Straße 2)
Unterstützende der Aktionswoche:
Extinction Rebellion, Mietenwahnsinn, das Netzwerk Grundeinkommen, die Neue Generation, das Widerstands-Kollektiv, die Attac-AG Genug für alle, Scientist Rebellion, Ende Gelände Berlin
weitere Aktionen unter: https://nosuperreturn.org/programm
SuperReturn Demonstration 11.06. um 16 Uhr (vor dem Hotel InterContinental, Budapester Straße 2)
Unterstützende:
Attac, Berliner MieterGemeinschaft e.V., Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn, Bündnis Zwangsräumung verhindern, Gesundheit statt Profite, Netzwerk Grundeinkommen, taxmenow, Greenpeace Berlin, Omas for Future Berlin, Berlin für Future, Klimaneustart Berlin
mehr unter: https://www.superreturn-demo.de
Zum 05.09.2026 ruft das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn kurz vor der Wahl zu einer Demonstration auf. Ihr Motto ist: Her mit den Wohnungen, runter mit den Mieten!
Kontakt für Rückfragen und Interviewanfragen:
Kim Meyer, Bündnis gegen Verdrängungung und Mietenwahnsinn
Telefon: +49 163 0243838
E-Mail: presse@mietenwahnsinn.info
social media:
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04.06.2026 PM zum Download
Aufruf zur Demonstration:
Wir sind mehr wert als ihre Rendite!
Vom 8. bis 12. Juni versammeln sich Finanzinvestoren, Vermögensverwalter, Versicherungen und Co. aus aller Welt zu ihrem jährlichen Treffen im InterContinental Hotel in Berlin. Die Konferenz ist die weltgrößte ihrer Art und heißt SuperReturn, also „Super-Rendite“. Diese machen sie auf Kosten von Menschen und Umwelt. Ob Investitionen in Immobilien, Gesundheit, Waffen oder Überwachungstechnologien ist egal – Hauptsache, die Rendite stimmt.
Die Teilnehmer verwalten ein Vermögen von mehr als 50 Billionen Euro, also 50.000 Milliarden Euro, das oft Menschen gehört, die überreich sind. Durch dieses Anlagevermögen haben sie Macht über uns alle:
Zu diesem Vermögen gehören Immobiliengesellschaften, die ihre Mieter:innen mit allen Mitteln auspressen. Davon profitieren Investoren wie BlackRock oder BlackStone, selbstverständlich bei der SuperReturn dabei.
Die Finanzinvestoren treiben die Privatisierung der Daseinsvorsorge voran. Sie wollen Profite mit Krankenhäusern und Praxen machen, die Kosten drücken, darunter leiden Beschäftigte und Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen.
Die Konferenz-Teilnehmer investieren in zerstörerische Projekte und fossile Industrien und ruinieren damit die Umwelt und befeuern die Klimakrise. Mit ihren Investitionen in Agrarflächen heizen sie außerdem die Bodenspekulation an, was die bäuerliche Landwirtschaft bedroht.
Auch der Finanzinvestor KKR mit Anteilen an der deutschen Springer-Mediengruppe ist dabei. Damit steht die SuperReturn nicht nur für neoliberale Ideologie, sondern auch für menschenfeindliche Hetze.
Im Finanzmarktkapitalismus profitieren und entscheiden wenige – fast nur Männer. Das müssen wir nicht hinnehmen. Eine gerechtere Gesellschaft ist möglich: mit konsequenter Besteuerung großer Vermögen, demokratisch entschiedenen öffentlichen Investitionen in Soziales, Wohnen, Gesundheit und Bildung, sowie Abkehr von fossilen und zerstörerischen Geschäftsmodellen.
Flyer und Plakate
liegen an folgenden Orten zur Abholung und Verteilung bereit:
Zur schwankenden Weltkugel: Kastanienallee 85, 10435 Berlin
Buchhandlung Oh * 21: Oranienstraße 21, 10999 Berlin
Schwarze Risse: Gneisenaustraße 2A, 10961 Berlin
Kiezanker 36: Cuvrystraße 13/14 , 10997 Berlin
Geschäftsstelle der Berliner MieterGemeinschaft: Möckernstr. 92, 10963 Berlin
Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft: Sonnenallee 101, 12045 Berlin
