Hier werden wir in absehbarer Zeit Aufrufe und Infomaterial für die diesjährigen Aktionstage vom 25.03. – 02.04.2022 rund um den HOUSING ACTION DAY  am 26.03.2022 online stellen.

Wenn ihr Veranstaltungen, Kundgebungen, Demonstrationen usw. plant, könnt ihr in dem Menüpunkt ‚Aktionskalender‘ mit dem Button ‚Aktion für die Aktionstage‘, eure Aktionen eintragen, so dass wir im Kalender einen Überblick für die vielfältigen und bunten Tage darstellen können.


Flyer zum Ausdrucken, Verteilen… (schwarz-weiß; A4) als PDF-Datei


Sharepics für eure Webseiten, Facebook, Twitter


Plakate für die Aktionstage zur Abholung und Verteilung gibt es im Kiezanker 36 (im 1.Stock)
Familien- und Nachbarschaftszentrum im Wrangelkiez
Cuvrystraße 13/14
10997 Berlin, Kreuzberg
Montag – Freitag: 10 – 18 Uhr


Macht mit!
Housing Action Day – Samstag 26.03.2022
und Aktionstage vom 25. März. bis zum 02. April 2022

Auch dieses Jahr findet am 26.03.2022 europa- und bundesweit der Housing Action Day statt, denn Mietenwahnsinn gibt es nicht nur in Berlin.

Wir rufen Euch dazu auf im Zeitraum vom 25.03. – 02.04.2022 dezentral in allen Kiezen unserer Stadt Aktionen durchzuführen. Denn es gibt viele Probleme, viele Themen, aber auch viele Ausdrucksformen. Alle Beiträge sind willkommen!

Macht mit! Eine starke Aktionswoche braucht viele helfende Hände und kluge Köpfe → kommt zum nächsten online Vorbereitungstreffen am 01.03. ab 19 Uhr.

Falls ihr Aktionen plant: Schickt uns den Namen eurer Gruppe und eine Kurzbeschreibung eurer Anliegen und Aktivitäten, die ihr in der Woche plant, an: mail@mietenwahnsinn.info
Oder tragt eure Termine direkt in den Aktionskalender ein.

Wohnen für Menschen, nicht für Profite!
Die Mieten sind zu teuer, manche haben im tiefsten Winter keine Heizung, die Betriebskostenabrechnungen sind zu hoch. Die wichtigen ökologischen Maßnahmen werden einseitig auf Kosten der Mieter:innen durchgeführt. Ständig werden Häuser verkauft, an neue Eigentümer, die noch mehr Geld auf unsere Kosten machen. Einige von uns müssen beweisen, dass der Eigentümer keinen Eigenbedarf hat.
Aber wir haben Eigenbedarf!
Wenn wir eine neue Wohnung brauchen, können wir nicht umziehen, weil es keine bezahlbaren Wohnungen gibt. Doch es gibt hier leerstehende Wohnungen, die als Geldanlage dienen, während abertausende von Menschen in der deutschen Hauptstadt wohnunglos oder obdachlos sind. Große Familien leben eingepfercht in viel zu kleinen Wohnungen. Junge Erwachsene bleiben ungewollt bei ihren Eltern. Getrennte Paare müssen ungewollt zusammen wohnen bleiben. Unsere kulturellen Orte, Vereine, Clubs, Buchhandlungen, Studios, Sporthallen und alteingesessene Geschäfte werden gekündigt, unsere Kieze werden verödet. Es gibt zwar Ideen aus der Politik, Berlins Kieze attraktiver zu machen – aber nur für Touristen und Investoren. Wir werden verdrängt.

Wir bleiben nicht still. Wir sind Hunderte von Initiativen & Gruppen, die für unser Recht auf Wohnen in Berlin kämpfen. Angemessener Wohnraum ist unser gutes Recht. Wenn wir uns nicht dafür einsetzen, wird es niemand anders für uns tun.

Bisher haben schon ein Dutzend Initiativen Aktionen zugesagt. Einige Veranstaltungen planen wir zentral, u. a. einen Block auf der Klimastreikdemo am 25.03.! Das meiste soll aber in den Kiezen stattfinden!

Schreibt uns gern an: mail@mietenwahnsinn.info oder über unsere Social Media Kanäle — Wir melden uns!

Solidarische Grüße
Bündnis ‚Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn‘, Berlin

Instagram: @mieten_wahnsinn
Twitter: @MietenwahnsinnB
Facebook: @berlingegenmietenwahnsinn


Europaweit könnt ihr euch auf der Webseite EUROPEAN ACTION COALITION und bundesweit auf der Webseite HOUSING ACTION DAY informieren.


Die Ausgangssituation in Berlin hat sich geändert. Eine neue Bundesregierung, aber auch die neue Landesregierung stellen die Weichen auf Bauen, Bauen, Bauen. Da Wohnraum eine Ware bleibt, werden also neue Kapitalanlagen entstehen, und in der Nebenwirkung vielleicht auch ein wenig günstiger Wohnraum.
Zeitgleich fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung, als günstig neu gebaut werden.
Bodenspekulation bleibt weiter attraktiv, wird kaum besteuert und drückt die Mieten weiter nach oben.
Steigende Energiekosten und Modernisierungskosten werden einseitig den Mieter:innen auferlegt, obwohl der Kampf gegen den Klimawandel die ganze Gesellschaft herausfordert.
Es sind weiterhin tausende obdach- und wohnungslos, während spekulativer Leerstand existiert.
Vor den Bundesgerichten wurden wesentliche gesetzgeberische Fortschritte der letzten Jahre kassiert.
Kurzum, die Mieten und Profite steigen weiter, Menschen sterben auf der Straße und viele haben Angst um ihre Wohnung.
Gleichzeitig entstehen aber immer weitere Hausgemeinschaften und Kiezversammlungen. Die Mietervereine wachsen und eine Mieter:innengewerkschaft hat sich gegründet.
Im letzten Jahr gab es eine sehr kräftige Demo nach dem Kippen des Mietendeckels.

Und der Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne (Deutsche Wohnen Enteignen) hat bravourös gewonnen! — nur gibt es keine Regierung, die gewillt ist, diesen Volksentscheid umzusetzen…

Mit einer Aktionswoche vom 25.03. – 02.04. 2022 in Berlin zum Housing Action Day am 26.03.2022 folgen wir einem Aufruf der europaweiten Vernetzung „Action Coalition for the Right to Housing and to the City“ (Aktionsbündnis für das Recht auf Wohnen und Recht auf Stadt). Das Datum nimmt Bezug auf das Ende des Wintermoratoriums für Zwangsräumungen in Frankreich. In den letzten Jahren fanden zu diesem Anlass Großdemos in Berlin und anderen deutschen und europäischen Städten statt.